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Weinverkostung - Reise nach Châteauneuf-du-Pape - April 2018

 

Am 4. April hat uns die Jagdleidenschaft wieder gepackt - und es ging los nach Châteauneuf-du-Pape und Umgebung:

 

4.4.2018 CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE

Es tut uns sehr leid, Euch schon wieder mit leckeren Dingen den Mund wässrig zu machen.... Mittagessen in Courthézon beim "Le p'tit Gus"16,50 Euro!
Und ein paar erste Eindrücke der Weinberge in Châteauneuf-du-Pape, alles in weiße Blüten gepackt und herrliche weiße Blütenaromen in der Luft!

Mittags waren bei Hélène Chouvet von DOMAINE DE FONTAVIN. Weine verkostet und bestellt. Vom leckeren Côtes-du-Rhône rouge 2016 mit 13,4°alc. haben wir nochmal kräftig nachgeordert, da die erste Lieferung im Februar bereits ausverkauft ist und selbst Châteauneuf-du-Pape-Fans tief beeindruckt... und das für 8,99 Euro (11,99€/L)!

 

 

5.4.2018 LES VIEUX SCHNOCKS ("die alten Knacker") EN PROVENCE

Heute wieder ereignisreicher Tag. Besuch bei Nathalie Reynault, DOMAINE L'ABBÉ DÎNE. Haben mit ihrem kleinen Sohn Matheo ein paar neue Weine probiert, vom 2016 Côtes-du-Rhône (rouge und blanc), über den Villages 2016 bis zu den roten und weißen CRU .
Der "kleine" weiße CdR aus 100% Clairette ist der Preis-/Leistungshammer. 120 Flaschen konnte ich ihr aus den Rippen leiern, aber mehr nicht, da 2017 nur geringste Erträge hatte.
Die Crus 2016 sind unfassbar, egal ob weiß oder rot. Eintrefftermin der Palette ca. 23.4.!


Und dann waren wir bei Nicolas, DOMAINE LA VERDE, VACQUEYRAS. 
Mon Dieu, Nicolas ist 27 Jahre alt, besitzt ein 30ha großes Weingut (un seul tenant, also alles an einem Stück rund um die Gebäude) und kreiert Weine mit einer Liebe und Hingabe, die tief berühren. Heute bepflanzt er gerade 2ha mit Syrah und Grenache. 2ha schafft man heute mit Spezialmaschinen mit GPS-Unterstützung an einem Tag, früher benötigte man mit der Hand zwei Wochen!
NEU im Sortiment ein direkt abgepresster Rosé aus Grenache, Cinsault, Syrah und Mourvèdre. Selten was so feines an Rosé getrunken! Neu auch der BLANC VACQUEYRAS! Dichte Aromen von reifen Bananen in der Nase, im Mund dicht, buttrig, Noten von Williamsbirnen. Oh mon Dieu. Rebsorten Lairette und Bourboulenc.
Und dann die Roten, die Ihr bereits kennt, aber jetzt 2015er Jahrgang. Der PRELUDEist schon super, aber der ORA mit einem kleinen Anteil Syah im Barrique ausgebaut betört uns schon, aber der ALPHA-OMEGA flasht geradezu. 14 Monate in neuem Barrique (Syrahanteil): das ist RICHTIG GROSSES KINO! Wer südliche Rhône-Crus mit perfekt eingebundenem Barrique trinken möchte, hat hier die Sensation im Glas!

 

6.4.2018 Heute war NUR Châteauneuf-du-Pape angesagt.

Gestartet haben wir in Bédarrides, eine der fünf Gemeinden, die zur Appellation Châteauneuf gehören. Die DOMAINE FONT DE MICHELLE existiert in der 3.Generation. Der Großvater war einer der Visionäre, die Dinge anstoßen. Er war Bürgermeister und Hasenzüchter, begann aber auch, Weinberge - verschiedene Parzellen in einem fast zusammenhängenden Stück - im Südosten der Weinhänge von Châteauneuf und ganz alte Rebstöcke im Bereich von "La Crau" - zu erwerben. Seine Söhne, Jean und Michel,  führten diese Arbeit weiter. Insgesamt sind es 30ha mit Cru-Status (heute ein Wert zwischen 20-30 Mio.Euro) und ca. 20 ha auf der anderen Rhône-Seite im Bereich Sinargues (Côtes-du-Rhône Villages). Und weil dies noch immer nicht genügt, arbeitet man in den Lagen "Gigondas/Vacqueyras/Plan de Dieu und Cairanne" mit Winzern als Négoc zusammen. Die Kelleranlagen sind beeindruckend, ob Stahltank, Barrique-Lager, Demi-Muids (600l-Holzfässer/Fuder) und pyramidenförmige Zementtanks. Diese spezielle Form unterstützt den Gärprozess, da die Maischemasse, die oftmals an die Oberfläche drängt, durch diese Form immer wieder nach unten zirkuliert. Die Aromen werden dadurch - ähnlich dem Betonei - feiner, filigraner.

Alle Weine, die wir verkostet haben, sind GENIAL! Der Côtes-du-Rhône - rot und weiß, sind in der Preislage von ca. 11.00 Euro ein Geschenk! Wir werden natürlich etwas mitbringen. Die CRUs sind beeindruckend in ihrer Feinheit, Dichte, ihrer Komplexität wie ihrer schier unendlichen Länge im Mund. Wir werden die TRADITIONs 2016 mitbringen. Sie kosten Geld, aber sie sind es wert. Und es werden ein paar Flaschen der beiden Top-Cuvées dabei sein. Zum einen des ETIENNE GONNET, eine Hommage an den Großvater, Trauben (Grenache, Syrah und Mourvèdre) von 100 Jahre alten Stöcken, die beiden letzten Rebsorten im Barrique gereift -  und der ELÉGANCE DE JEANNE, ein nahezu 100%-iger Grenache. Unfassbar! Es sind noch 4-5 andere rote Rebsorten mit dabei (unter 10% gesamt). Aber so etwas Feines, Filigranes. Sehr feminin!

Irgendwie haben wir trotz unserer bescheidenen Größe beeindruckt: im Anschluß an die Verkostung erhielten wir den ETIENNE GONNET als 2006er zum Versuchen mit. Man kann es sich nicht vorstellen, dass ein so gereifter Wein so frisch, feingliedrig ist. Ein großes MERCI, liebe Kelly Gonnet für dieses größzügige Geschenk!

 

Und dann ging es zum BISTRO 23 zum Mittagessen. Es hatte endlich wieder geöffnet. Die Bilder sprechen für sich. Das Mittagsmenü hat übrigens 16,90 Euro gekostet... 

 

Und dann ging's zur DOMAINE BOSQUETS DES PAPES. Es liegt einen Steinwurf vom Château entfernt. Die BOIRONs sind eine bezaubernde Familie. Auch sie haben 30ha direkt in Châteauneuf - und was sie 2016 auf Flasche bringen, ist zum Heulen schön. Auch sie arbeiten mit dem Oenologen-Giganten PHILIPPE CAMBIE. Und das ist das vierte Weingut im Sortiment, wo Cambie mitbestimmt. Aber jedes Weingut hat dennoch seine eigene Handschrift, ob Olivier, Véronique oder Nathalie. Sie alle beten Phlippe an, den König der Grenache. Dennoch sind alle ihre Weine unverwechselbar und tief bewegend. Bei NICOLAS BOIRON bewundere ich sein Händchen für Struktur aus Tannin und Säure. Nicolas spielt mit dem Entrappen der Trauben - von 100% bis 40% des Leseguts. Und das bringt ein herrliches Gegengewicht zum typischen Alkoholgrad der hiesigen Weine. Wie er mit dieser Idee arbeitet, gefällt mir sehr sehr gut. Die Weine wirken frisch, sind sehr lang im Mund, der Alkohol ist zurück gedrängt, nie dominant oder brandig. Das sollten Sie probieren! Fangen Sie mit dem Côtes-du-Rhône rouge an. Für das Geld werden Sie manche Châteauneuf-du-Pape (ausser unseren :-)  ) stehen lassen!

 

7.+8.4.2018 Es lebe Châteauneuf! Riesenverkostung mitten im Herzen des Ortes

Salon de Printemps de Vins
 
Heute war Tag 1 der Riesenverkostung. Unsere eigenen Winzer galten uns als Benchmark. Also auf in den Kampf, um Neues zu entdecken!
Gestartet haben wir mit DOMAINE DE BEAUCASTEL, Côtes-du-Rhône für 21 Euro, Crus ab 90 Euro, eher 120 Euro und mehr. Geiler Stoff, aber die Preis-/Leistungsrelation ist für uns diskussionswürdig.
Mit das Beste, das sich heute herausstellte, war etwas Altbekanntes: DOMAINE MARCOUX. Großes Kino, liebe Mädels, die ihr Rudolph Steiner verinnerlicht habt. Sensationell, geil, bescheiden im Auftritt und einfach berührend! Das ist einfach TOPP!
Dann CLOS DE SAINT JEAN. Preis zwischen 30 Euro für den Tradition und für den Combe und den DEUS über 70 Euro. Aber sie sind es wert. Nur, ob das euch das den Preis wert ist? Wir legen uns gerne ein paar Flaschen auf Lager, denn das ist super! Vor allem die 2016er, die es noch nicht zu kaufen gibt. Zur Not trinken wir diese Cuvées selbst, er wäre keine Strafe!
Eine junge Winzerin aus Courthézon, JAS DES PAPES, meinte ganz bescheiden, dass sie nur einen Roten und einen Weißen habe. Bio, neues Weingut seit 2015. Habt ihr richtig gut gemacht. Vielleicht werden wir diese Domaine nicht gleich ins Programm nehmen, aber richtig gute Arbeit!
Besser als manche Große, die so total daneben liegen wie L'Oratoire/OGIER mit einem total fehlerhaften Weißwein mit Apfelsäure. Genauso wie DOMAINE PEGAU, der bei allen Cuvées seit 2010 "Pferd" aufweist - und je jünger der Wein, umso mehr "wiehert" es. Das macht keinen Spaß, liebe Freunde!
Von DOMAINE RAYMOND USSÉGLIO hatten wir viel erwartet. Wir waren letztes Jahr dort, hatten verkostet. Aber so ausdruckslose 2017er Blancs haben wir nicht mal als CdR verkostet. Und die Crus kosten richtig Geld.
Und CHANTE CIGAL ist beim kleinen Weißen genial, aber alles andere ist sehr mäßig. Sehr schade.
LA CÉLÉSTIÈRE - mein Mann war begeistert. Manchmal trinkt eben auch das Auge mit! Aber Spaß beiseite: gefällige Weine, auch wenn es noch die "ungeliebten" Jahrgänge 2013 waren. Dafür großes Lob. Wir haben selten so gute C9dP aus diesem schwierigen Jahr getrunken! Das läßt auf die 2015er und 2016er hoffen.
 
Im Vergleich zu unseren eigenen Winzern kann man nur sagen:
Etwas Sonne - und ganz viel Schatten!
Highlights sind MARCOUX, CLOS SAINT JEAN!
 

So sind wir auf morgen gespannt! Bonne continuation! 

 

 

Salon de Printemps de Vins - 2. Tag

 

Waren gestern noch viele Wolken beim Verkosten am Himmel gewesen, so war heute nur Sonnenschein zu vermelden.

 

Wir hatten uns gestern abend noch einen Schlachtplan zurechtgelegt – und das Augenmerk auf Namen gelegt, die kaum bekannt waren oder als Insidertipps gehandelt werden.

 

 

 

So haben wir heute folgende Weingüter besucht:

 

 

 

3 CELLIER: Beeindruckend, vor allem der 70%-ige Mourvèdre-Cru! Suchen noch Partner in Deutschland.

 

DOMAINE LA BARROCHE: Toppwein aus 100%-Grenache, aber um die 80€. Kein Schnäppchen, aber durchaus den Preis wert.

 

CÔTE DE L'ANGE: durch die Bank beeindruckende Weine, besonders auch hier der CRU mit 80% Mourvèdre-Anteil.

 

EDDIE FERAUD: Weinberge direkt neben Rayas. D.h. vor allem auf Sandböden. Eher schlank und fein, aber nicht weniger typisch.

 

SAINT PRÉFÉRT: sehr gut gefallen, aber sehr teuer. Aus unserer Sicht ein Tick zu viel.

 

 

 

Dann zu den drei Highlights:
Domaine DUSEIGNIEUR: in Deutschland bislang nicht vertreten. Schade, aber das sollte sich ändern. Das sind absolute TOPP-Cuvées, jeden Cent wert. CdR blanc im oberen Preissegment, aber hat uns immens gefallen. Die roten CRUs erstrecken sich auf LIRAC und Châteauneuf. Allesamt säuretechnisch perfekt ausgewogen, Aromen voll, aber immens elegant.

 

Und dann seine „JOANNA“ aus 100% Grenache. Egal was sie kostet, da kann sich selbst La Janasse warm anziehen. Das ist Champions League bei 15hl Ertrag je Hektar. In solchen Zahlen kann und will kein deutscher Winzer denken (sorry und leider).

 

Und dann die zwei anderen Finalisten, die auch noch miteinander befreundet sind

 

DOMAINE CHARVIN und DOMAINE FERRAND. Man handelt sie wie Barcelona in der CL oder Manchester City, d.h. auf einem Niveau mit Rayas oder Beaucastel. Keine Verkünstelungen, keine Sonder-Cuvées oder Spezial-Auslesen. Hier gibt’s 'nen Wein – und der ist genial. Spontanvergoren, bio, kein Chichi oder Wichtiggetue, keine Visitenkarten, weil man verkauft nur an bestimmte Menschen oder Händler, denen man vertraut. Und meist ist bei Freigabe einer Millèsime bereits alles verkauft.

 

Wir haben eine Einladung bei Eddie Ferrand erhalten. Das ist wie eine Adelung. Und das wohl nur, weil der Chefin Tränen bei der Verkostung in die Augen schossen. Da kann niemand widerstehen....

 

Aber liebe Freunde, ihr werdet sagen, kann doch nicht so irre sein. Stimmt, es ist schlimmer... wir hoffen, dass wir morgen ein paar Flaschen erhalten... egal zu welchem Preis. Hauptsache HABEN!

 

 

9.4.2018  Letzter Tag in Châteauneuf....

 

...es war wieder beeindruckend. Die Herzlichkeit, die Ehrlichkeit, die Philosophien der Winzer, ihre Verbundenheit mit ihren Weinstöcken und ihrem Terroir. Manchmal hat man das Gefühl, dass diese Passion und unendliche Liebe schon in ihre DNA übergegangen ist.

Bei uns gibt es keine wirklich alten Weinberge. 30 Jahre sind bei uns „alte Rebstöcke“. Hier in Frankreich redet man von Pflanzungen aus den Jahren 1904 oder 1908. UND das ist keine Seltenheit. Das ist gelebte Tradition. In den Weinkellern hängen Bilder der Ur-Großväter, die diese Pflanzungen in Schwerstarbeit vorgenommen haben. Das ist eine Verbundenheit, die wir nur erahnen können.

 

Einer dieser Winzer, die wir kennenlernen und heute besuchen durften, ist Philippe Bravay von DOMAINE FERRAND.

Kein affektiertes Getue. Es gibt einen Cru Rouge, zwei Côtes-du-Rhône rouge und einen Vin de France blanc. Das war's. Es gibt keine Weine zu kaufen, wir haben mit Müh und Not eine Kiste erhalten, zum Endkundenpreis. Wir müssen uns bewerben, und wenn wir Glück haben bekommen wir ein paar Flaschen zugeteilt. Es gibt auch für Weinhändler max. 10% Nachlass, eigentlich zu wenig zum Überleben. Vor Ort gibt’s ihn sowieso nicht zu kaufen. Dennoch bekommt man hier eine Ahnung von Châteauneuf in seiner ursprünglichsten Form.

Wir werden eine Flasche bei der nächsten Châteauneuf-Verkostung „opfern“.

 

Nachmittags haben wir noch den Kofferraum bis zum Anschlag vollgemacht bei FONT-de-Michelle und Bosquets des Papes.

Übrigens gibt es hier auch keinen Futterneid. Beim Beladen sieht man natürlich, was wir noch im Kofferraum haben. Aber es gibt nur gute Worte über Kollegen, oder man diskutiert mal über Besonderheiten jedes einzelnen. Das ist besonders!

Auch wenn wir wieder heimwärts müssen, der nächste Aufenthalt ist bereits geplant... denn Philippe Barvay muss ja wieder besucht und „bearbeitet“ werden! Ausserdem trudeln die ersten Preislisten jener Weingüter ein, die für uns die Top-Adressen dieser Tage waren. 

 

 

 

Erste Messe 2018

Ende Februar ist die erste bedeutende Messe in Frankreich für uns.

Der Zeitrahmen war mit 1 1/2 Tagen mehr als knapp. So haben wir das Programm gestrafft und uns auf eine Herzenssache fokussiert:

 

Rhône 2016

 

Die ersten Weine, die wir als Tankabzug im letzten Herbst probierten, waren soooo sensationell, dass wir gespannt waren, was sich inzwischen auf der Flasche zeigt.

Um es kurz zu machen:

2016 ist der beste Jahrgang, den wir selbst getrunken haben. Es ist unfassbar, wie dieser Jahrgang mit Alkohol um 15°vol.alc. und einem filigranen Gerüst spielt, und dabei eine Fülle aufweist, die einem die Sinne raubt.

 

Es war wie eine Reise durchs Paradies, diese Winzer zu besuchen, ihre Philosophie zu erleben, wie sie mit dem ganzen oder teilweisen Entrappen der Beeren spielen und was dies zusammen mit den vier Bodenformationen für wundervolle Kreationen hervorbringt.

In 39 Jahren Châteauneuf-du-Pape hat uns noch kein Millèsime so geflasht!

 

Vielleicht ein paar Notizen:

 

Domaine Clos Val Ceille: Jean-Marc war mit seinem Oenologen da. Gewaltige Weine, meist von Rebflächen, die mit den großen Caillous bedeckt sind. Diese Weine sind jung noch keine Schmeichler, aber die Ansätze sind umwerfend. Trinkempfehlung in 3-4 Jahren

 

Olivier Hillaire: Olivier war in seinem Element. Er hüpfte und sprang wie ein Gummiball hin und her und ließ seine Weine verkosten. Obwohl er mit Philippe Cambie als Oenologen arbeitet (wer Philippe kennt - er wiegt etwa 140kg und seine Weine drücken die Power dieses Körpers aus), sind die Weine wieder sehr filigran und unheimlich fein geworden. Ein Châteauneuf, den man auch mal getrost zum Reh, zur Lende oder Geflügel trinken kann, ohne das Fleisch zu "erschlagen".

 

Domaine Saje: Jérôme hat nach der Trennung von seinem Bruder ca. 8ha Rebfläche. Was er hier rausholt, ist gerade beim Rouge exzellent. Sein Plus ist die taditionelle Rebzusammensetzung, die man nur noch selten findet und die als gemischer Satz ausgebaut wird. Jérôme hat noch alle 13 Rebsorten in seinen Rebhängen stehen, d.h. es sind 6 Weißweinrebsorten darunter. Der Weißweinanteil liegt beim Rouge etwa bei 2%. Die 15er und ganz besonders die 16er (noch als Fassabzug verkostet) sind unglaublich feingliedrig - und das bei 15,5°alc.

 

Font de Michelle: Unsere Neuentdeckung! Diese Weinbaufamilie macht Weine zum Weinen gut! Der Côtes-du-Rhône ist teuer, aber was soll's! Um die 11 Euro - bio - aber wenn man dafür keinen Cru kaufen braucht hat, man immens gespart. Der Senior ist eine Vatergestalt, wie man sie sich selbst wünscht. Ein Visionär, ein scheinbares Rauhbein, aber mit einem Gefühl für die Bedürfnisse der nächsten Generation, geduldig abwartend, fördernd, Raum gebend. Inzwischen ist sein Sohn nach Studium und vielen Stationen im Ausland wieder heimgekehrt. Was die beiden kreieren, ist Châteauneuf der wuchtigen Art, so wie wir diese Cru-Lage lieben. Es sind echte Hämmer, die umhauen, die keine Diskussion aufkommen lassen, die einfach platt machen. Trinken - genießen - schweigen!

Wir warten gebannt auf die Preisliste und hoffen inständig, dass die Nachlässe fair sind. Daumen drücken!

 

Domaine Bosquet: Noch eine Neuentdeckung... und wieder dichte, volle, schmeichelnde Weine, die einfach nur betören. Der Winzer erzählt uns, von seiner Art mit den hohen Alkoholwerten umzugehen (keiner seiner Weine ist auch nur ansatzweise brandig oder alkoholgeschwängert - im Gegenteil). Er spielt mit dem Entrappen, wie ich es hier nur selten mitbekam.

Mal 100% entrappt, dann wieder zur Hälfte oder gar nicht. Die "Rappen" geben ein perfektes Tannin-, Säuregerüst und der Alkohol ist vergessen. Wundervolle Fruchtbomben, die filigran, leichtfüßig wirken.

Stark schon sein Einstiegs-Côtes-du-Rhône (ebenfalls um die 11 Euro)...

 

Domaine de Fontavin: wir sind seit Jahren treue Kunden von Hélène. Die Crus sind nicht immer meine Sache, manchmal zu viel Barrique (was ich an Châteauneuf sowie nicht mag weil nicht typisch), aber der "David&Goliath" hat seine 95 Parker-Punkte zu recht bekommen. Und er hat Lob verdient, das Barrique ist nur ganz zart spürbar, nicht dominant, begleitend.- das ist top!

Ein Gaumenschmeichler ist auch der Gigondas 2015 und der Côtes-du-Rhône 2016 rouge. Das ist "großes Kino" für sehr angemessenes Geld  - und das bei einem Biowein!

 

Domaine les Grands Bois - Cairanne und Domaine Berthet-Rayne - ebenfalls Cairanne:

Berthet-Rayne vorallem bei den Weißweinen eine Nummer, Les Grands Bois weiß bei der "Philippine" abzuräumen. Das ist unglaublich, wie der 2016 schmeckt. Der Viognier 2016 ist betörend schön, wie der "Malorie" 2016, eine Cuvée aus Viognier und Roussanne. Die 16er Rouge aus dem Barrique (u.B. Eloise oder Marc = Rasteau) sind dagegen echte Tanninbomben, die noch 3-4 Jahre Weinlager benötigen, bis sie perfekt gereift sind.

 

Mit knapp 400 Flaschen beladen, haben wir die Rückreise angetreten. Jetzt heißt es auf Preislisten warten und dann endlich bestellen...bestellen...bestellen.

Und Anfang April sind wir dann in Châteauneuf zu einer Super-Degustation mit 90 Weingütern... und der Alhambra wird wieder ächzen!

 

 

Kurzabstecher an die Rhône: 29.-31.Oktober '17

Sonntag, 29.10.17: Anreise durch das Rhônetal bei strahlendem Sonnenschein,

Ankunft in C9dP und erste Pause in den Weinbergen mit Blick auf den Mont Ventoux und den Dentelles de Montmirail.

hier Abendimpressionen ... Eindrücke vom Weg nach C9dP und unserem Abendessen (Bistro 23 für 25€, schon dafür lohnt sich die Fahrt)! Dazu ein Blanc Bio von Raymond USSEGLIO (leider komplett ausverkauft).

 

Montag, 30.10.17: Winzerbesuche und Abholung der bestellten Weine
1. Abstecher zu Château Rayas. Alles verschlossen wie eine Trotzburg. Die Weinstöcke sind noch immer nicht gelesen. Vermutlich liegt der Erfolg von Rayas in Rotweinbotrytis? 😂Es ist alles so extrem einfach, dass man nie glauben würde, dass hier mit die besten Crus Châteauneuf herkommen. Die Weinberge und Pinienwälder um Rayas sind unfassbar schön... (Sandböden “Saffres“ um Rayas).
Besuch bei Jérôme Mathieu (DOMAINE SAJE): Verkostung und Abholung der Weine. Spitzen-Cuvée “1600“ mit Counoise als Hauptrebsorte statt Grenache. Brrr, geile Aromen und unendlich elegant und fein!
Sorry...schon wieder essen (naja, ihr wisst schon wo...Mittags 14,95€!!!)
Dann zu Nicolas nach Vacqueyras, unserer Neuentdeckung: DOMAINE DE LA VERDE (s.u.) mit insgesamt 30ha Weinbergen. Diese liegen direkt neben den Weinbergen von CHARBONNIÈRE und DOMAINE DES TOURS (RAYAS). Nicolas ist erst 28, total bescheiden, und er ist ein begnadeter Oenologe und hat das Familienweingut seit 5! Jahren in seiner Hand. Wow, welche Eleganz diese Weine haben. Dieser junge Mann ist beeindruckend, alles perfekt von A-Z, ein Weinkeller so sauber, wie wir noch nie einen Keller gesehen haben. Dennoch wird alles spontan vergoren. Wir haben eine kleine Auswahl seiner Weine sofort mitgenommen.
Dann wieder zurück nach C9dP. Es sind ein paar Bilder der Bodenformationen beigefügt: vom Kalk, Galets Rouge, Galets Roulés. Kurzer Besuch bei RAYMOND USSEGLIO (Proben eingepackt) und weiter zu DOMAINE DE LA CHARBONNIÈRE und DOMAINE DE L'ABBÉ DÎNE, Weine verstauen. Auch hier fast 320 Flaschen besten Stoff geladen.

 

Dienstag, 31.10.2017: Rückfahrt bei strahlendem Sonnenschein und gefühlten 20°C!

DOMAINE DE LA VERDE - VACQUEYRAS

 

Also an alle angehenden Schwiegermütter: Nicolas ist sehr attraktiver,  28 Jahre alter, studierter Oenologe und Kellermeister und Eigentümer eines 30ha Weingutes in Vacqueyras. Das Rebflächen sind an einem Stück ein sog. "seul tenant" rund um das Weingut herum.

Die Lage ist nur wenige Kilometer von Courthèzon entfernt. Die Böden sind hervorragen, das Topweingut der Appellation CHÂTEAU DES TOURS (Château Rayas) liegt nur 500m entfernt.

Der junge Eigentümer hat sich hier ein Paradis in Perfektion geschaffen. Man könnte vom Boden des Kellers problemlos essen. Alles perfekt beschichtet und gereinigt, und dennoch sind alle Weine SPONTANVERGOREN. Nicolas überlegt jeden seiner Schritte im Ausbau mehrfach. So werden 90% der Reben entrappt, nur 10% behalten die Stile, die wiederum beim Umpunpen (Pigeage) dann als eine Art natürlichen Filter genutzt werden.

Die Weine sind seitens der Stilistik sehr sehr elegant und fein, wie man sie sonst fast nicht findet. Die Alkoholgrade sind geradezu schlank zwischen 13,5-14°vol.alc.. Ideale Begleiter zu Fleischgerichten mit Lende, Lamm, Gans oder Ente!

 

Domaine La Verde - Prelude 2014 - Vacqueyras CRU
Rebsorten: Grenache 55%, Syrah 22%, Mourvèdre 13%, Cinsault 10%

Ausbau: Stahltank 12 Mon.- spontanvergoren

 

Domaine La Verde - Òra 2015 - Vacqueyras CRU
Rebsorten: Grenache 55%, Syrah 25%, Mourvèdre 20%

Ausbau: gebrauchte Barrique (bis auf Grenache) /Tank (nur Grenache) 14 Mon.- spontanvergoren

 

Domaine La Verde - alpha-oméga 2014 - Vacqueyras CRU
Rebsorten: Grenache 50%, Syrah 50%

Ausbau: Barrique neu 16 Monate - spontanvergoren

 

Leider hatten wir Ende Oktober nur noch wenig Platz im Alhambra. Deswegen sind nur kleine Mengen verfügbar, sofern (vor allem der PRELUDE) sie nicht schon wieder ausvekauft sind.

 

BODEGA AGUSTÍN CUBERO - CALATAYUD

 

Nach unserer Verkostung im September haben wir uns sofort entschieden. Wir brauchen die Weine diese 1953 gegründeten Bodegas.

Was uns reizt, sind die alten Rebstöcke, die Höhenlage von 600m über N.N., die geringen Niederschläge, die nur 350ml p.a. betragen, die Bodenstruktur (Lehm, steinige Lagen) und die immens niedrigen Erträge von 1-2kg je Weinstock.

Beachtlich ist auch die erstaunlich geringe Jahresdurchschnittstemperatur von nur 14°C.

All das hatte uns neugierig gemacht, was da an Weinen gedeiht.

Schon wie bei BODEGAS LANGA (nur wenige Kilometer entfernt), weisen die Weine eine immense Struktur auf.

 

Die Roten sind im Schwerpunkt GARNACHAs, der Weisswein ein MACABEO.

Und entschieden haben wir uns für den

  • Spitzen-Garnacha in Holzkiste Dominio de Maria 2014 DOC ............................ 28,90 Euro  (38,53 €/L)  
  • Garnacha 4 Meses (4 Monate Barrique) Style Único Old Vines 2016 DOC ......   7,30 Euro  (9,73€/L)
  • Garnacha aus dem Stahltank Altaya 2016 DOC..................................................   6,40 Euro  (8,53€/L)
  • Macabeo Unus 2016................................................................................................  6,70 Euro  (8,93€/L)

Eintrefftermin:  20.11.2017

 

 

Weinmessen im Oktober 2017....

Am 16. Oktober war Frankfurt, am Römer angesagt.... BIO-Weine aus Frankreich, Soanien und Italien!

Ein Spezialhändler hatte ins MARGARETE zu einer Spezialverkostung eingeladen.

BIO an sich ist macht ja viel Freude (P.S.viele Winzer in Frankreich arbeiten nahezu biologisch, ohne sich zertifizieren zu lassen). Interessant wird es, wenn die Winzer keinen oder nahezu keinen Schwefel zum Stabilisieren zusetzen.

Wir haben bislang nur einen Oenologen (Jean-Michel ROUX) kennen gelernt, der das perfekt beherrschte. 2016 haben wir die letzte Flasche von Domaine de Gressac getrunken, einen 10 Jahre alten Roussanne, der das Beste war, was wir je an Weißwein getrunken hatten...

 

ZUR VERKOSTUNG: Die Schaumweine hatten durch die Bank Noten von leichter Oxidation, was bereits durch die schwefelfreien Basisweine begründet war. Normalerweise kennt man das vor allem bei Jahrgangs-Schaumweinen, dennoch war es ein wirklicher Genuß, sie zu trinken.

Schwierig wurde es dann beim einzigen fränkischen Winzer. Seine Weine hatten einen Apfelstich, was darauf hinwies, dass bei der Gärung und Umwandelung der Apfelsäure was schief gelaufen ist. Zum Glück fragte der Winzer nicht, ob die Weine gefallen. Thema verfehlt - unterirdisch und braucht man nicht.

Highlights waren die Weine von der Rhône und jene aus dem Piemont. Nördliche Rhône und Burgund absolut top - gleiches für die Barolos, die unheimlich filigran waren und zu begeistern wussten.

Wäre da nicht der Preis! Gerade im Bereich BIO und ganz besonders bei den sog. "Vins Naturels" werden Preise aufgerufen, die aus unserem Dafürhalten in keiner Relation zu normal kreierten Weinen stehen. Als Beispiel sei ein Rotwein vom Mont Ventoux, Millèsime 2010 genannt, der im VK bei herausfordernden 68 Euro liegt. Für dieses Geld trinken wir dann lieber sensationelle Châteauneuf-du-Papes.

Sich über den Preis in den Sektor Spitzenweine etablieren zu wollen, mag eine Möglichkeit sein. Aber wirklich Erfolg damit dürfte man nicht haben!

 

 

Weinmessen im September 2017....

NEUE WEINE AB MITTE OKTOBER!

 

August+September 2017 waren wir im MINERVOIS und in CHÂTEAUNEUF/CAIRANNE.

Und Mitte September waren wir auf zwei Weinmessen, wovon die zweite sensationell war!  Wir haben jeweils an die 100 Weine getestet. Vom zweiten Termin, bei dem es vor allem Weinkreationen kleiner Winzer zum Verkosten gabe, werden wir noch 10 Weine selektieren.

 

Aus all den Verkostungen und Besuchen im August/September werden wir fast 30 neue Weine für das Weihnachtsgeschäft ordern!

 

Darunter folgende Weine:     (kursiv = eingetroffen)

 

Domaine des Murettes (Minervois) - Les Cimes 2014 (zweite Lieferung dieses sensationellen Jahrgangs...s.u.)

Domaine La Rouviole (Minervois) - Cru La Livinière 2014

Domaine La Rouviole (Minervois) - La Revenant (nur 1688 Flaschen)...eine Cuvée von alten Carignan-Stöcken mit etwas Grenache

Château du Donjon - La Pujade 2014 - reinrassiger Grenache von sehr alten Stöcken

 

Domaine l'Abbé Dîne (Rhône) - Côtes-du-Rhône Blanc 2016 (nur 30 Flaschen noch erhältlich ...TOP-Blanc (bereits vorreserviert)

Domaine Les Grands Bois - Eloise 2015 - Cru Cairanne (Sensationsjahrgang) - nur 60 Flaschen - fast schwarz, feine Pfeffernoten

Domaine Pélaquié (Rhône) - CdR Villages Mourvèdre 2015 ...Mourvèdre von ihrer besten Seite, erinnert an Bandol!

Domaine Pélaquié (Rhône) - CdR Villages Lirac Luc Pélaquié 2015 blanc ...i Barrique fermentiert. Feine Holzaromatik, feine Säure

Domaine Olivier Hillaire (Rhône) - Vieilles Vignes 2015 (zweite Lieferung)

 

Domaine Lafage (Roussillon) - Bastide Miraflors - 94 PP und zugleich Liebling des "Guide Hachette"

Domaine Lafage (Roussillon) - La Caumette - 92-94 PP

Domaine Lafage (Roussillon) - La Narassa

Domaine Piquemal (Roussillon) - La Coline Oubliée 2015 ...Gänsehaut-Wein!

Domaine Piquemal (Roussillon) - Les Terres Grillés Rouge 2014 ...sehr ausgewogener Rouge, nicht alkohollastig

Domaine Piquemal (Roussillon) -Pygmalion 2013 (unfassbar beeindruckend!) ....einfach nur "geil" 75% Syrah, Rest Grenache

 

Mas du Soleilla (Languedoc/La Clape) - Réserve Blanc 2013 ...perfekt gereift, ideal zu hellem Fleisch mit kräftigen Saucen

Mas du Soleilla (Languedoc/La Clape) - Devant la Mer 2012 ...beeindruckender Einstiegswein

Mas du Soleilla (Languedoc/La Clape) - Les Chailles 2015 ...sehr schönes Säurespiel, feingliedrig

 

Château Viranel (St.Chinian) - Tradition Blanc 2016

Château Viranel (St.Chinian) - Tradition rouge 2014

Château Viranel (St.Chinian) - V de Viranel 2014

 

Für die Liebhaber des ANCIENS TEMPS:

GRANDE RÉSERVE CHARDONNAY 2016 - wundervoller ausdrucksvoller Chardonnay mit Barriqueschmelz

 

Domaine Bernard Fourquet (Vouvray) - Le Petit Clos 2015 ...komplex, sehr lang im Mund, minimaler RZ

Domaine de Fieraux (Saumur) - Saumur Blanc Suprème 2014 ... ausgewogen, buttrig, feines Barrique

Reverdy Cadet et Fils (Sancerre) - Sancerre Les Chanterelles 2016 ...mineralisch klar, nicht zuviel Säure

Domaine Mathias (Burgund) - Pouilly-Fuissé 2015 ...beeindruckend

 

Vignobles Jacques Bertrand (Bordeaux) - Château Franc Pipeau 2014 ...ein Émillon zum Verlieben!

 

Domaine de Magnaut (Sud-Ouest) - L'Esprit Passion Mansenc Sec 2014...wie ein trockener Monbazillac

Domaine de Magnaut (Sud-Ouest) -Equilibre de Manseng (Halbtrocken) ...wundervoll feine Säure, extrem feingliedrig!

 

 

Domaine Pierre Fil - Minervois

 

Diese Domaine ist eine unserer Entdeckungen. Und die Weine gibt es wie so oft in Deutschland nur bei uns. Das Weingut hat knapp 40ha, wovon die meisten Rebflächen ähnlich bzgl. des Bodens beschaffen sind wie jene in Châteauneuf-du-Pape.

Die Lieblingsrebsorte ist die Mourvèdre, eine schwierige Traube, die viel Feuchtigkeit benötigt und sehr spät reift.

 

Noch um die Jahrhundertwende (19. zum 20.Jhdt.) gab es in dieser Region hauptsächlich Aramon, die man ähnlich wie bei uns in Franken verdünnte, um das Wasser einigermassen genießen zu können und die Keime zu reduzieren.

Erst danach fing man, die Weinberge umzustocken und neue Rebsorten zu pflanzen, wie wir sie heute kennen: Grenache, Syrah, Carignan, Mourvèdre, Cinsault.

 

Das Weingut wird von einem jungen Mann, Jeoffrey, als Regisseur geleitet. Er verantwortet zusammen mit einem Oenologen die komplette Bearbeitungskette - vom Weinberg, Keller, Ausbau bis hin zur Abfüllung und dem Vertrieb.

Für uns waren die Weine eine Sensation, als wir sie 2016 entdeckten. Das Weingut liegt in einem abgelegenen Örtchen. Die Weinberge sind immens gepflegt. Anders als bei uns verweigert sich Jeoffrey einer "grünen" Ernte. Er zeigte uns, dass er die Weinstöcke hart arbeiten läßt und sie das max. Rebgut hervorbringen läßt. Erst vier Wochen vor der Lese (Anfang September) werden die bereits zuckersüßen, lesefertigen Trauben um die Hälfte reduziert. In der Phase bis zur Lese werden die verbliebenen Träuberl vor allem mit aromenbildenden Stoffen versorgt.

Bei einer "grünen" Ernte schießt daqgegen die gesamte Kraft des Stocks und des Laubs in die verbliebenen Trauben. Diese werden dann oft zu groß, was geringere Aromendichte bedeutet. Bei Jeoffrey's Methode sind die Trauben Anfang September relativ klein geblieben, denn die Weinstöcke hatten mächtig zu tun, um all die angelegten Trauben zu versorgen. Somit ist die Relation Fruchtfleisch zu Aromen (z.B. Schale) perfekt, was sich in der Fülle und Feinheit der Aromen in den Weinen später spiegelt.

 

Bei uns im Sortiment sind folgende Weine:

 

  • MOURVÈDRE 2015 (tankausgebaut)
  • DOLIUM 2014/15 (barriqueausgebaut)
  • OREBUS 2014/15 (tankausgebaut) und der
  • Einstiegswein: HELEDUS (ebenfalls tankgereift).

 

Dieses Weingut ersetzt die Weine von DOMAINE DE CHAMANS. Gerade die Cuvée OREBUS ist - 4-5 Jahre gereift - ein solcher Genuß, dass sie spielend hegarty N°2/3 ersetzt!

 

NEU: Nathalie Reynaud Domaine l'Abbé Dîne

ANMERKUNG: Anfang September haben wir die zweite Lieferung bei Nathalie abgeholt. Auch diese Lieferung neigt sich wieder dem Ende entgegen. Also beeilen!

Die nächste Abholung ist für Anfang November geplant!

 

 

Schon im Februar hatten wir mal einen Schluck zum Ver-kosten bekommen. Allerdings im Bistro 23 in Courthèzon. Aber wir hatten uns die Adresse vermerkt.
Nun war es soweit – mit etwas Umständen trafen wir uns am 28.5., dieses Jahr Muttertag in Frankreich mit einem riesigen Fahrradspekatakel (bei 32°C) und einem Servicestand an der kleinen Domaine.
Nathalie nahm sich Zeit, mir ihr Reich zu zeigen. Eine kleine Domaine von 10ha, die bis vor 5 Jahren für den Winzerkeller in Courthèzon ablieferte. Nathalie übernahm die Weinberge ihrer Eltern. Sie taufte ihre Domaine nach langen Recherchen auf L'Abbé Dîne (sie hatte herausgefunden, dass die Äbte zu Avignon oftmals weniger Wein tranken, als sich an den Trau-ben aus dem Gebiet labten, auf denen sich ihre Weinstöcke befanden) und machte sich selbständig. Eine mutige, souverä-ne und voller Ideen steckende junge Frau Anfang 30.

Zu den Weinbergen von Nathalie: Westlich der Autobahn, die Courthèzon von Châteauneuf trennt, befinden sich an drei Stellen ihre Weinberge:
* Côtes-du Rhône in einem kleinen Bereich zwischen „Beau-castel“ und der Autobahn
* Côtes-du-Rhône Villages: Bereich Beaucastel, direkt nebem dem Sensationsweingut der Famille Perrin, mit großen sog.  Caillous bedeckt
* Cru Châteauneuf-du-Pape – direkt neben dem legendären Château Rayas – auf Sandböden gelegen.

Damit sind für diese Domaine Eckpfeiler gesetzt, die viel erwarten lassen.
Nathalie arbeitet nahezu biologisch, fügt minimal Schwefel hinzu, wird vom Oenologen Philippe CAMBIE unterstützt, der auch für Charbonnière und Hillaire arbeitet und der als „KÖNIG DES GRENACHE“ gefeiert wird. Und aktuell füllt sie für alle Weine nur 10.000 Flaschen ab! Exklusiv in Deutschland...

Erste Lieferung fast ausverkauft - nächste Lieferung ab Anfang September 2017!


Kurzer Abstecher nach CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE 4.-5.9.2017

(Besuch bei Ogier, Domaine de Saje, Domaine Olivier Hillaire)

CARIGNAN-WEINLESE 2017 bei DOMAINE PUJOL-IZARD

 

Ende September findet bei den Pujols die Weinlese der alten Carignans statt. Wie so oft bei alten Rebstöcken mit einem Alter von 50-120 Jahren erfolgt dies ausschließlich per Hand.

Die Trauben werden vorsichtig gelesen, denn diese werden - siehe letztes Bild - möglichst unversehrt in den Gärtank gegeben. Denn insbesondere die Carignans werden nach der sog. Methode "Macération carbonique" ausgebaut. Hierbei werden die Trauben unverletzt in den Gärtank gegeben. Die Fermentierung erfolgt im Mikrokosmos Traube ohne jede Pigeage/Umrühren oder Umpumpen. Diese Ausbauweise bringt besonders fruchtbetonte Weine hervor!

 

NEU:  Franck Léonor     Domaine de Rouviole

Aus der Cru-Lage des Languedoc - La Livinière - haben wir mit Franck einen Topwinzer neben den Bellidos (Murettes). Franck arbeitet mit dem gleichen Oenologen wie Pujol-Izard.

Die Weinberge liegen allesamt nahe der Chapelle de Centeille in Siran und sind z.T. von alten, schützenden Steinmauern um-geben. Franck verliert kein Wort zuviel, er ist auf seine Arbeit konzentriert, seine Weinstöcke, die ihn geprägt haben.

Seinen Top-Wein "La Livinière 2014" gibt es bei uns im Minervois-Regal:

Der Gewinner unserer Minervois-Tastings! Beste Lage=CRU, reine Handlese, ein immens dichter, geradezu massiver Wein, noch vernehmbare, aber perfekt eingebundene Tannine, dunkle Fruchtaromen, Gewürznoten aus der Garrigue, ideal zu Wild, T-Bone, Filets, Cassoulet und gereiften Käsen.Nur 30hl/ha!

Rebsorten: 80% Syrah, Rest Grenache, Ausbau im Barrique

 

Und nun zu was Besonderem:
Jedes Jahr kreiert Franck einen ganz besonderen "VIN DE FRANCE", also einen Tafelwein. Warum? Weil diese Einstufung, dem Winzer die FREIHEIT gibt, etwas zu erschaffen, was nicht den Regeln der Appellation entspricht. Die letzte Cuvée war ein Verschnitt aus verschiedenen Grenache-Jahrgängen. Wow, unglaubliche Finesse, Ausgewogenheit und Länge! Und jetzt kommt nach dem COUP de THEÂTRE der LE REVENANT, eine Cuvée von alten Carignan-Stöcken. Zwei meiner Top-Kunden, die Châteauneuf-du-Pape-verliebt sind, haben ihn getestet und waren geflasht! Es gibt nur noch 3 Kisten, und je Kunde max. 2 FLaschen! (Insgesamt gab es nur unter 2.000 Flaschen)!

 


Domaine des Murettes

Die Bellidos gehören mit ihren Weinen schon seit mehr als 10 Jahren fest ins Minervois-Sortiment.

Aber mit dem 2014er "LES CIMES" hat Jean-Louis Bellido in einem nicht zu einfachen Jahr einen Wein abgeliefert, der ruckzuck ausverkauft war.

Was er da mit seiner Frau Vivianne kreiert hat, gehört zum Feinsten der Appelation: dazu biologisch, perfektes neues Barrique, das total mit dieser Cuvée aus Syrah (70%) und Grenache harmoniert.

"LES CIMES "2014": "südliche Cru-Lage "La Livinières". Biologisch an- und ausgebaut, alles komplett in Handarbeit, ein Wein, der mit unendlicher Liebe kreiert wird. Die Aromen
spielen mit noch kräftigem, eleganten Holz, violette, syrah-typische Noten, eine herrliche Struktur durch die Grenache mit angenehmen Tanninen und langem Nachhall! Perfekt zu kräf-tigen Fleischgerichten, gerne direkt vom Grill...

TOP-Preis-/Qualitätsverhältnis! Exklusiv in Deutschland!